Liquiditätsplanung
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Tragfähiger und schlüssiger Liquiditätsplan für KMU


Wie muss ein Liquiditätsplan aussehen, um in der Praxis zu bestehen ?

Oberflächlich betrachtet, ist ein solcher Plan einfach und simpel:

Wie professionelle Rentabilitäts- und Liquiditätspläne aufgebaut sind, erfahren Sie beim Anklicken der folgenden Miniabbildungen:

Rentabilitätsplan Liquiditätsplan
Abbildungen vergrößern

Den Abbildungen konnten Sie entnehmen, welche gravierenden Unterschiede zwischen dem Ergebnis (Ertrag - Aufwendung) eines Unternehmens und der Liquidität (Einnahmen - Ausgaben) grundsätzlich bestehen.

Genau genommen müssten sich die Summen der beiden Teilplanungen decken, wenn da nicht temporäre Einfüsse (beispielsweise Umsatzsteuer-, Gewerbesteuer-, Körperschaftsteuervorauszahlungen, Investitionen und Abschreibungen usw.) zu beachten wären.

Im Rahmen einer professionellen Planung (ganzheitliche Planung eines Unternehmens), die nicht nur einen Liquiditätsplan und einen Rentabilitätsplan umfassen darf, werden alle betrieblichen Einfüsse und Handlungen berücksichtigt, die letztlich zu einem tragfähigen Liquiditätsplan führen. Das folgende Beispiel soll die Komplexität der Geldflüsse im Unternehmen verdeutlichen.

Ganzheitliche Betrachtung der Geldflüsse im Unternehmen beim Verkauf eines einzelnen Produktes:

Aktion, Konditionen und Vereinbarungen

1) Warenverkauf im Januar 2018, Nettobetrag 1.000 €
2) Dieser Kunde zahlt im März, deshalb kein Skonto
3) Das Produkt kostet im Einkauf 700 € (Netto)
4) Wareneinkauf sofort, die Rechnung ist im Februar fällig - kein Skonto
5) Für den Einkauf sowie den Verkauf fällt jeweils die volle USt an
6) USt-Vereinbarung mit dem Finanzamt: Dauerfristverlängerung
7) Unternehmen hat Sollversteuerung gewählt
8) 12 % Überziehungszinsen bei negativem Kontokorrent
9) Transportkosten bleiben unberücksichtigt

Geldfüsse

Januar 2018: Rechnung für Warenverkauf--> Liquidität: 0 €
Februar 2018: Zahlung Wareneinkauf--> Liquidität: -833 €
Februar 2018: Zinsen, weil Konto überzogen 8 €--> Liquidität: -841 €
März 2018: Finanzamt (MWSt ./. Vorsteuer) 57 €--> Liquidität: -898 €
März 2018: Kunde zahlt 1.190 €--> Liquidität: + 292 €

Das war allerdings noch nicht alles, denn bei positivem Ergebnis des Jahresabschlusses 2018 und Abgabe der Steuererklärungen im März 2019, werden anteilig aus dem Verkauf fällig:

Mai 2019: Gewerbe- und Ertragssteuern
Juni 2019: Vorauszahlung für 2020 Gewerbesteuern
Juni 2019: Vorauszahlung für 2020 Ertragssteuern

Video: Professionelle Liquiditätsplanung

Der jeweilige Kontostand in den Monaten Januar 2018 bis Juni 2019 spiegelt sozusagen die Liquidität des Unternehmens wider. Das Ergebnis innerhalb des Rentabilitätsplans beträgt im Januar 2018: 300 €. Nicht berücksichtigt sind die im Zeitraum anfallenden Personal- und Gemeinkosten.

Die zur Betrachtung der Vermögenswerte und Schulden, wie Bankstände, Forderungen und Verbindlichkeiten sind bei einer professionellen Gesamtplanung der Planbilanz und die steuerlichen Verpflichtungen, der Steuerplanung zu entnehmen.

Die Liquiditätsflüsse sind wie dieses Beispiel zeigt, komplexer als oberflächlich betrachtet. Eine gute Planungssoftware beachtet alle betrieblichen Einflüsse auf das Vermögen, den Erfolg und die Liquidität eines Unternehmens.

Und falls Sie jetzt verständlicherweise damit rechnen, dass ein mächtiges Planungssystem mehrere tausend Euro kosten kann, dann liegen Sie durchaus richtig. Aber es geht auch erheblich günstiger.

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